16 interessierte Member unseres Fotoklub trafen sich am 9. Mai 2026 in den Räumen des Dachateliers, um sich mit der Schwarzweiss-Fotografie und den möglichen Hochkontrasten einen Tag lang auseinander zu setzten. Gewisse Bedenken wurden beim Start mit Gipfeli und Kaffee teilweise noch geäussert.

  • Schwarzweiss – das habe ich doch noch nie gemacht….
  • Ich kann doch einfach mit Lightroom oder ähnlichem die Farbe rausnehmen …
  • Wir sind technisch schon viel weiter und müssen nicht schwarzweiss….
  • Ja, schwarzweiss, das habe ich in meinen ganz frühen Jahren intensiv gemacht.

Jürg Eggenberger von unserem Fotoklub hatte uns eingeladen und machte uns schon früh damit vertraut, dass es eine andere Sichtweise braucht fürs SW-Fotografieren.

Wir bekamen zuerst ein Dutzend SW-Bilder zu sehen und konnten individuell ‘aus dem Bauch heraus’ beurteilen, welche der Bilder uns gefallen – mit Begründung. So vertieften wir uns in für diese Art der Fotografie relevanten Aspekte wie Licht als zentraler Faktor, Formen wichtiger als Farben, Kontraste und Strukturen als Gestaltungsmöglichkeiten, Emotionen wichtiger als Informationen.

In Dreiergruppen führten wir fünf Übungen durch wie das Sehen ohne Farbe, der Jagd nach dem Schatten, Kreieren von dramatischen Portraits. Die Zeit an der Sonne rund ums Dachatelier verflog schnell, auch weil wir die Erfahrungen intensiv austauschten. Mit der Zeit merkten wir auch gar nicht mehr, dass wir nur mit monochronen Displays arbeiteten, also konsequent schwarzweiss hinschauten.

Nach der Mittagspause vertieften wir uns nochmals in einen Theorieteil und machten uns dann wieder in den Dreiergruppen an die fotografische Arbeit. Im Besonderen wurden wir immer wieder eingeladen, ja aufgefordert, einander gegenseitig auf Display zu schauen, und die gemachten Bilder so schon in der Gruppe zu diskutieren, Varianten zu erproben, Standorte, Belichtungen, ISO-Einstellungen immer wieder zu verändern. So streifte jede Gruppe selbständig durchs Quartier.

In der letzten Stunde konnten alle Teilnehmenden je drei Bilder zeigen, die Gruppe diskutierte intensiv das Entstandene und die Erfahrungen. Den Laptob-technischen Teil managte Peter Lehner in gewohnt souveräner Art.

So erlebten wir Schwarzweiss nicht als Einschränkung, vielmehr als Erweiterung.

Diese Bilder zeigen die Vielfältigkeit dieser Kunstform im Fotografieren.

Text: Jürg Eggenberger